Wilhelm-Normann-Berufskolleg will Comenius-Projekt starten
Kreis Herford - Die Fotografie wird Medium des Austausches und Kennenlernens. Hauptgedanke des geplanten Projektes ist, wie das eigene Land in anderen Ländern auf unterschiedlichen Ebenen zum Beispiel in der Gesellschaft, Architektur, Geografie oder Kunst wahrgenommen wird.
Schulen aus sieben bzw. acht europäischen Ländern sollen am Projekt teilnehmen: Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Dänemark, Rumänien, Türkei und evtl. Großbritannien. Jetzt trafen sich Lehrkräfte aus Italien und Spanien um, den Antrag für dieses Projekt bei der Europäischen Union vorzubereiten. Mit Geldern der EU soll dann das Projekt verwirklicht werden. Im Kreishaus Herford kam die Vorbereitungsgruppe mit Landrat Christian Manz zusammen, der sich die Einzelheiten des Vorhabens erläutern ließ.
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„Im zweijährigen Verlauf des Projektes werden sich Schüler und Schülerinnen an ihren jeweiligen Schulen sowie auf mehrtägigen internationalen Konferenzen mit den Partnerländern auf vielfältige Weise beschäftigen, sich untereinander austauschen und ihre Arbeitsergebnisse insbesondere mithilfe des Mediums Fotografie festhalten und präsentieren“, sagt Bernd Koch, stellvertretender Schulleiter und Projektverantwortlicher am Wilhelm-Norman-Berufskolleg. Charakterisiert wird das geplante Projekt durch eine Fülle kreativer Gestaltungsmöglichkeiten teilnehmender Schüler und Schülerinnen, die eigene Fotografien, Fotowände, Plakate und Kunstwerke entwerfen.
Die zunehmende Mobilität der europäischen Bevölkerung und die daraus resultierende Auflösung nationaler Grenzen verstärken die zunehmende Bedeutung eines gemeinsamen europäischen Wertesystems. Letzteres erfordert wiederum ein vermehrtes Verständnis der an diesem Prozess beteiligten Länder und Kulturen. „Die Kontakte zu europäischen Partnern münden in einem interkulturellen Austausch und sind somit unerlässlich. Sie tragen zu einem besseren Verständnis der vielfältigen europäischen Kulturen bei. Letzteres führt zu mehr Toleranz und ermöglicht es, sich den eigenen Anteil an der gemeinsamen europäischen Kultur zu vergegenwärtigen“, ordnet Christian Manz das Projekt ein. „Ich hoffe sehr, dass das Projekt bei der EU angenommen wird“, so Manz weiter.
Die durch das Projekt initiierte Darstellung fremder Kulturen im eigenen Land sensibilisiert die Schüler und Schülerinnen im Hinblick für den Prozess einer Einigung Europas. Zugleich kann es helfen, die eigene Kultur aus dem Blickwinkel europäischer Nachbarn zu erleben. Dieser Perspektivwechsel ermöglicht, die eigene Kultur und Identität differenzierter wahrzunehmen und bietet Anlass, sich Gedanken über die eigene Herkunft zu machen.
„Das über einen längeren Zeitraum kontinuierliche internationale Miteinander verdeutlicht den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern nicht nur die Wichtigkeit fremdsprachlicher Kenntnisse und Fähigkeiten als eine Art „europäischer Kompetenz“, sondern fördert diese gleichermaßen“, ist sich Bernd Koch sicher.
Das Bild oben links zeigt v.l.n.r.:
Bernd Koch, Katja Lübker, (beide Wilhelm-Normann-Berufskolleg)
Carmen Calatayud Rodriguez (aus Badajoz in Spanien)
Christian Manz (Landrat Kreis Herford)
Gaetano Tascone (aus Casalpusterlengo in Italien)
Jose Manuel Mendez Sierra (aus Badajoz in Spanien)
Badajoz liegt an der spanisch-portugiesischen Grenze etwa 140 km östlich von Lissabon und rund 200km nördlich von Sevilla.
Casalpusterlengo liegt in Norditalien, etwa 40 km südöstlich von Mailand.







