MI 08.02. - Bürgerforum zur Innenstadt-Gestaltung
Herford - Die Attraktivität Herfords, sein städtebauliches Gesicht, seine Einkaufsmöglichkeiten, sein kulturelles Angebot und Lebensgefühl werden entscheidend durch die Gestaltung der Innenstadt geprägt. Damit auch in den kommenden Jahren Rat und Verwaltung diese Entwicklung positiv beeinflussen können, erstellt das Baudezernat derzeit ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK). Daran wird die Bürgerschaft beteiligt. Am Mittwoch, dem 8. Februar, findet dazu um 18 Uhr im großen Saal des Herforder Rathauses ein Bürgerforum statt.
Um beim Bund oder beim Land Anträge auf Städtebauförderung stellen zu können, sind städtebauliche Entwicklungskonzepte mittlerweile Bedingung. Damit soll eine effiziente und nachhaltige Verwendung der Fördermittel erreicht werden. Zugleich sollen Finanzierungsbeiträge anderer Ressorts und privater Investoren miteinbezogen werden. „Die Neugestaltung des Linnebauerplatzes als Spiel-, Aufenthalts- und Ruhezone wurde aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Ein solches Projekt würde heute ohne ein städtebauliches Entwicklungskonzept nicht mehr bewilligt“, weiß Baudezernent Dr. Peter Böhm.
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Für die konkrete Ausarbeitung des Vorhabens hat die Stadt Herford zwei Bielefelder Unternehmen beauftragt. Die Planungsbüros Drees & Huesmann und die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) setzen in den Workshops auf die Mitarbeit verschiedener Einrichtungen und Akteure aus Herford. Anwohner, Einzelhändler, sonstige engagierte Persönlichkeiten in den einzelnen Innenstadtquartieren sowie Vertreter der Kommunalpolitik gehören dazu. Hinzu kommen außer dem Baudezernat die Stadtmarketinggesellschaft Pro Herford und die kommunale Wirtschaftsförderung.
Bis zum Sommer soll das Konzept, das 56.000 Euro kosten wird, abgeschlossen sein. Drei Workshops und zwei Bürgerforen sind vorgesehen. Abschließend werden sich die zuständigen Ausschüsse und der Rat damit befassen. Ein erster eintägiger Workshop fand bereits im Dezember letzten Jahres statt. Hier wurde eine Bestandsanalyse vorgenommen und Handlungsschwerpunkte ermittelt. Stärken und Schwächen in den sechs Bereichen Bahnhof/Marta/Elsbachhaus, Radewig, Neustadt, Alter Markt/Bäckerstraße, Wall und Innenstadtring wurden erhoben.
Der historische Baubestand der alten Kirchen und Häuser, die Wallanlage als Ganzes mit ihren Wasserläufen, der Linnenbauerplatz oder das gute Parkplatzangebot sind nur einige positive Beispiele. Verbesserungsbedürftig sind unter anderem Teile des Walls, insbesondere die Unterführungen. Auch die stark frequentierte Fußgängerzone in der Bäckerstraße hat eine Modernisierung verdient. Bemängelt wurde auch die fehlende Rad- und Fußweganbindung vom Museum Marta in die Innenstadt. Ausführliche Informationen zum ersten Workshop können unter www.herford.de nachvollzogen werden.
Beim Bürgerforum am 8. Februar wird zunächst eine Einführung in das Thema gegeben. Dann können die Herforderinnen und Herforder ihre Vorschläge und Einwände formulieren. „Wir wollen so überprüfen, ob wir mit unseren Einschätzungen richtig liegen, wo wir diese ergänzen oder überarbeiten müssen. Deshalb werden die Planungsbüros die Beiträge protokollieren, damit sie in der weiteren Arbeit und beim nächsten Workshop berücksichtigt werden“, sagt Dr. Peter Böhm.
Der Baudezernent hofft auf eine rege Teilnahme am ersten Bürgerforum. Jörg Brökel, der Chefredakteur von Radio Herford konnte für die Moderation der Veranstaltung gewonnen werden. „Er weiß“, so Dr. Peter Böhm, „wie man unsere Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung entlocken kann und wird, wenn nötig, auch kritisch nachfragen, damit die Wünsche und Einwände, präzise benannt werden.“







