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Zehntausende Jecken feiern Karneval
Köln - Der Himmel schmollt, doch der Jeck lacht: Trotz Schmuddelwetter gaben Zehntausende in ausgelassener Stimmung zur Weiberfastnacht den Startschuss für den diesjährigen Straßenkarneval.
In Köln, Düsseldorf oder Mainz stürmten dabei vor allem die Frauen die Innenstädte. In Köln übernahmen allerdings nicht wild gewordene Frauen das Regiment.
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Anders als in anderen Karnevalsstädten übergab Oberbürgermeister Jürgen Roters hier vielmehr dem Dreigestirn Prinz Marcus II., Bauer Thorsten und Jungfrau Olivia pünklich um 11.11 Uhr die Schlüssel zum Rathaus. Bis zum Aschermittwoch wird Roters nun nicht mehr die Zügel in die Hand bekommen - die liegen nun bei den Jecken.
Das Kölner Motto lautet in diesem Jahr "Jedem Jeck sing Pappnas". Der Gedanke der Karnevalisten dahinter: Jeder, wie er mag, aber alle gemeinsam. Im benachbarten Düsseldorf heißt das Motto der diesjährigen Session "Hütt dommer dröwer lache" (heute lachen wir drüber). Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers konnte auch darüber lachen, dass ihm die Altweiber - oder auch Möhnen - ständig die Krawatten abschnitten. Etwa 30 Krawatten hatte Elbers sicherheitshalber dabei.
Auch in der Beamtenstadt Koblenz begann um 11.11 Uhr der Behördenkarneval, in Mainz ging es am Fastnachtsbrunnen hoch her. Dort entführten die wilden Weiber kurzzeitig die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) - für ein Lösegeld von 111 Euro kam Alt wieder frei.
©AFP 2012
Foto: Rolf Vennenbernd






