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Kämpfe im Machtkampf in der Elfenbeinküste gehen weiter
Abidjan - Angesichts der Weigerung des abgewählten Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, die Macht abzutreten, gehen die Kämpfe im Land weiter.
Die französische Einheit "Einhorn" nahm Gbagbos Residenz am Regierungssitz in Abidjan unter Beschuss, wie die französische Botschaft mitteilte. Der japanische Botschafter, der sich nach einem bewaffneten Angriff verschanzt hatte, wurde in Sicherheit gebracht.
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Gbagbos Truppen in der Präsidentenresidenz und rundherum hätten das benachbarte französische Botschaftsgebäude beschossen, erklärte die Botschaft. Die französischen Soldaten hätten daher die Schüsse von Hubschraubern aus erwidert. Die französische Einheit griff zudem auf Bitten der UNO und Japans ein, um den japanischen Botschafter Yoshifumi Okamura und seine Mitarbeiter zu retten, die sich nach einem bewaffneten Angriff in einem Zimmer ihrer Botschaft verschanzt hatten.
Gbagbo-Anhänger hätten das Dach der japanischen Botschaft mit schweren Waffen besetzt, teilte die französische Botschaft mit. Sie hätten benachbarte Botschaften und die Zivilbevölkerung bedroht. Okamura und seine Mitarbeiter seien wohlbehalten auf den französischen Stützpunkt Port-Bouët gebracht worden.
Okamura hatte zuvor der Nachrichtenagentur AFP gesagt, seine Residenz in Cocody sei von "Söldnern" angegriffen worden, die Raketen und Gewehrschüsse abgefeuert und geplündert hätten. "Vier Personen, Sicherheitsbeamte und der Gärtner, sind verschwunden. Es gibt viel Blut im Haus, überall Patronen", sagte er. Einer seiner Mitarbeiter wurde demnach verletzt.
Auch die USA teilten mit, dass einige Ausländer in Cocody in Bedrängnis geraten seien. Rund 20 ausländische Journalisten sowie mehrere Diplomaten hätten die USA darum gebeten, sie vor den Kämpfen in Sicherheit zu bringen, sagte der für Afrika zuständige Vertreter des US-Außenministeriums, William Fitzgerald, der Nachrichtenagentur AFP. Die USA könnten allerdings nicht selbst eine Evakuierungsaktion starten, da sie vor Ort keine Truppen hätten.
In der westafrikanischen Elfenbeinküste tobt seit der umstrittenen Präsidentenwahl im November ein blutiger Machtkampf zwischen Ouattara und Gbagbo. Seit dem Beginn einer militärischen Offensive der Ouattara-Truppen in der vergangenen Woche kamen mehrere hundert Menschen ums Leben. Am Mittwoch hatte es so ausgesehen, als gehe der Machtkampf zu Ende. Gbagbo verschanzte sich jedoch weiter im Bunker der Präsidentenresidenz. Ouattaras Soldaten gelang es nicht, die Residenz zu stürmen, wie ein Augenzeuge berichtete.
©AFP 2011






