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Herforder Blatt / Aktuell / Aus aller Welt / USA fordern Gbagbo zum sofortigen Rücktritt auf

Die Welt ist kein Dorf. Mit Berichten und Nachrichten in dieser Rubrik im Paderborner-Blatt können Sie von der Vielschichtigkeit unserer Welt erfahren.

USA fordern Gbagbo zum sofortigen Rücktritt auf

n der Elfenbeinküste toben seit Monaten blutige Kämpfe zwischen den Anhängern des früheren Machthabers Gbagbo und dem Gewinner der Wahlen vom November, Ouattara.Washington - Die USA haben den scheidenden ivorischen Staatschef Laurent Gbagbo zum sofortigen Rücktritt aufgefordert.

"Gbagbo treibt die Elfenbeinküste in die Gesetzlosigkeit", erklärte US-Außenministerin Hillary Clinton. Er müsse "sofort zurücktreten", damit der Konflikt in dem westafrikanischen Land beendet werden könne.

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Gbagbos Widersacher Alassane Ouattara ist der international anerkannte Gewinner der Wahlen vom November, Gbagbo weigert sich seitdem aber, die Macht abzugeben. In dem Land tobt seit Monaten ein blutiger Machtkampf zwischen beiden Lagern.

Vorwürfe von Massakern in dem Land hatten den Konflikt am Samstag überschattet, die UNO machte schließlich beide Streitparteien im Kampf um das Präsidentenamt für zahlreiche Tote verantwortlich. Die USA seien angesichts der "gefährlichen und sich verschlechternden Lage" in der Elfenbeinküste "zutiefst besorgt", erklärte Clinton weiter. Sie rief auch die Truppen Ouattaras zur Einhaltung der Menschenrechte und zum Schutz der Zivilisten im Land auf.

Bei dem Massaker in der Stadt Duékoué in der Elfenbeinküste sind womöglich noch mehr Menschen getötet worden, als bisher angenommen. Die Hilfsorganisation Caritas erklärte auf ihrer Internetseite, dass "tausend Menschen" getötet wurden oder vermisst werden. Dies hätten Caritas-Mitglieder in der im Westen des Landes gelegenen Stadt herausgefunden.

Den Angaben zufolge fand das Blutbad Anfang der Woche in einem Stadtviertel statt, das zu diesem Zeitpunkt von Kämpfern des international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara kontrolliert wurde. "Die Caritas weiß nicht, wer verantwortlich ist für das Töten", betonte die Hilfsorganisation. Es müsse aber eine umfassende Untersuchung geben, "um die Wahrheit ans Licht zu bringen".

Unterdessen sorgen sich die Vereinten Nationen angesichts des Flüchtlingsstroms aus der Elfenbeinküste ins Nachbarland Liberia um die Stabilität in Liberia. Nach Jahren des Krieges sei das Land endlich auf dem richtigen Weg und habe Frieden und Stabilität gefunden, sagte UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos bei einem Besuch im Osten Liberias, der an die Elfenbeinküste grenzt. Die internationale Gemeinschaft müsse nun helfen, damit Liberia angesichts des Flüchtlingsansturms nicht von diesem Weg abkomme.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in den vergangenen Monaten etwa 130.000 Menschen vor dem blutigen Machtkampf in der Elfenbeinküste nach Liberia geflüchtet.

©AFP 2011
Foto: Issouf Sanogo

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