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Chiles Marine will eingeschlossene Arbeiter in Kapsel bergen
Copiapo - Chiles Marine hat das Geheimnis um ihre Rettungskapsel für die unter Tage eingeschlossenen Bergleute gelüftet.
Die Kapsel beziehungsweise der Metallkäfig soll den Plänen zufolge mit Atemluft versorgt und mit Kommunikationsmitteln, Licht und einer Videoüberwachung ausgerüstet werden, wie Marinekommandeur Sergio Sandoval im Sender Canal 24 Horas erklärte. An der Unglücksmine traf inzwischen eine zweite Bohrmaschine ein, die ab Sonntag den Versorgungsschacht für die verschütteten Bergleute vergrößern soll.
An der Rettungskapsel soll eine Vorrichtung zum Angurten und zur Fixierung der Beine angebracht werden. Schließlich werde die Kapsel für den Fall, dass sie auf dem Weg aus 700 Metern Tiefe stecken bleibe zur Sicherheit so konzipiert, dass eine Umkehr möglich sei, sagte Sandoval. Es wird erwartet, dass die Fahrt nach oben mindestens eine Stunde dauert.
Am Montag hatten die Bohrungen für einen Rettungsschacht begonnen, durch den die Arbeiter aus dem Stollen in 700 Meter Tiefe befreit werden sollen. Die Bohrungen werden nach Schätzungen von Experten bis zu vier Monate dauern. Die 33 Bergarbeiter sitzen seit dem 5. August in der Mine fest.
Die Angehörigen der 33 Verschütteten applaudierten, als ein Lastwagen mit der neuen Bohrmaschine "T-130" an der Mine eintraf. Die Maschine soll den derzeit zwölf Zentimeter breiten Versorgungsschacht auf 30 Zentimeter vergrößern. Durch den Schacht erhalten die Kumpel unter anderem Nahrung und Medikamente. Ingenieure prüfen nach Angaben der Rettungskräfte derzeit, ob der Schacht notfalls noch breiter gebohrt werden kann, um als "Plan B" zur Rettung der Bergleute zu dienen.
Seit Montag ist bereits die Maschine "Strata 950" im Einsatz, um einen 66 Zentimeter breiten Rettungsschacht bis in 700 Meter Tiefe zu bohren, wo die Bergleute seit dem Einsturz ihrer Mine am 5. August ausharren. Für den Fall, dass dies scheitert und dass auch "Plan B" nicht umgesetzt werden kann, arbeiten die Behörden nach Angaben von Chiles Präsident Sebastian Piñera zudem an einem "Plan C", bei dem ein Ölbohrer zum Einsatz kommen soll. Dieses Gerät benötige eine Ausgangsfläche von der Größe eines Fußballplatzes und könne ab dem 18. September mit der Bohrung eines neuen Schachts beginnen.
©AFP 2010
Foto: Martin Mejia






